— Was soll das überhaupt für eine Arbeit sein, wenn deine Frau den ganzen Tag nur am Computer sitzt?

— Warum sollte ich lügen? — Alexej zog sein Telefon heraus, öffnete die Banking-App und legte es seiner Mutter auf den Tisch.

— Schau dir die Überweisungen an.

„Irina W. Überweisung: Für Mamas Zähne.“

„Irina W. Überweisung: Für Mamas Nebenkosten.“

Schau hin, Mama.

Schau genau hin.

Galina Petrowna blickte nicht einmal auf den Bildschirm.

Sie stieß das Telefon abrupt weg, als wäre es ansteckend.

Das Gerät rutschte über das Wachstuch und blieb am Rand des Tisches stehen.

— Weg damit! — kreischte sie.

— Weg mit diesem Dreck!

So also redet ihr jetzt?

Ihr habt beschlossen, mich zu kaufen?

Ihr wollt der Mutter mit dem Rubel den Mund stopfen?

— Niemand hat dich gekauft.

Man hat sich um dich gekümmert, — sagte Alexej müde.

— Aber du schätzt Fürsorge nur dann, wenn sie nach Schweiß und Blut riecht.

— Und wonach riecht dieses Geld? — Galina Petrowna sprang vom Stuhl auf und warf dabei einen Löffel auf den Boden.

— Wonach riecht es, frage ich dich?

Nach Schande riecht es!

Nach Umsonst!

Nach Unehrlichkeit!

Ein Mensch, der nicht mit den Händen arbeitet, hat nicht das Recht, so viel zu verdienen!

Das ist falsch!

Das widerspricht der Natur!

Und du…

du nimmst dieses schmutzige Geld und bringst es deiner Mutter?

Du tauchst mich in diesen Dreck?

Ihre Logik war verdreht, völlig auf den Kopf gestellt, aber in ihrem Hass war sie absolut aufrichtig.

Für sie war das Geld der Schwiegertochter etwas wie Geld, das ehrlichen Arbeitern gestohlen worden war.

Die Tatsache, dass gerade dieses Geld ihr einen sorgenfreien Lebensabend ermöglichte, verstärkte ihre Wut nur noch.

Es war demütigend für sie, von der abhängig zu sein, die sie für ein Nichts hielt.

— Also drücken deine Zähne dich nicht? — fragte Alexej und spürte, wie in ihm alles ausbrannte.

— Ist es dir nicht widerlich, die Fenster zu öffnen?

Sie wurden doch von „schmutzigem“ Geld gekauft.

— Wag es nicht! — schrie die Mutter, und Speichel spritzte ihr aus dem Mund.

— Wag es nicht, mir Vorwürfe zu machen!

Ich habe meine Schuld abgearbeitet!

Ich habe es verdient!

Und sie — nicht!