Es war kein fröhliches Lachen, sondern ein trockenes, krächzendes Geräusch voller Gift.
— Geistige Arbeit!
Ach, ich kann nicht mehr! — sie schlug mit der Handfläche auf den Tisch.
— Bilder malt sie!
Lescha, bist du dumm oder tust du nur so?
Was soll das für Arbeit sein?
Das ist Unterhaltung!
Kinder im Kindergarten malen Bilder.
Und erwachsene Frauen sollen nützlich sein.
Du bist Ingenieur, du machst Zeichnungen, baust Brücken, das verstehe ich.
Und sie?
Sie vernebelt dir einfach den Kopf.
Sie sitzt da bestimmt, schaut ihre türkischen Serien und spielt Spiele, legt Patiencen.
Und wenn du nach Hause kommst, klappt sie das Fenster zu und tut so, als hätte sie sich zu Tode gearbeitet.
„Oh, Lescha, ich bin so müde, bestell Pizza.“
Ich kenne diese modernen Flittchen.
Die Mutter sprach mit einer solchen Sicherheit, als hätte sie persönlich mit der Stoppuhr hinter dem Rücken der Schwiegertochter gestanden.
In ihrer Welt existierten weder Freiberuflichkeit noch Homeoffice noch digitale Wirtschaft.
Es gab nur die Fabrik, den Verkaufstresen und den Wischmopp.
Alles andere kam vom Teufel, ein Weg, ehrliche Menschen zu betrügen und fremdes Geld zu stehlen.
— Sie verdient mehr als ich, Mama, — sagte Alexej leise und hoffte, dass dieses Argument wenigstens ein wenig die Panzerung durchbrechen würde.
— Im letzten Monat hat sie zwei große Projekte abgeschlossen.
Galina Petrownas Augen verengten sich.
— Mehr als du? — wiederholte sie mit unheilvollem Flüstern.
— Und darüber freust du dich?
Du, ein gesunder Kerl, freust dich, dass eine Frau Geld ins Haus bringt?
Was soll das für Geld sein, Lescha?
Gestohlen ist es, leicht verdient.
Es gibt kein ehrliches Geld ohne Schwielen.
Entweder betrügt sie dort Leute im Internet oder…
Sie machte eine bedeutungsvolle Pause, trank einen Schluck Tee und sah über den Rand der Tasse hinweg ihren Sohn an.
— Oder was? — spannte Alexej sich an.
— Oder dieses Web-Cam-Zeug, oder wie das heißt, — spuckte sie aus.
— Wir wissen doch, wofür man Mädchen im Internet bezahlt.
Dafür, vor der Kamera mit dem Hintern zu wackeln.
Und du hast die Ohren offen stehen.
„Designerin.“
Pfui!