Für Verona Pooth sind es Tage voller Angst, Telefonate im Minutentakt und ein banges Warten auf ein Lebenszeichen. Während sich die Lage im Nahen Osten zuspitzt, steckt ihr jüngster Sohn Rocco (14) in Dubai fest – ausgerechnet jetzt, wo seine Eltern in Deutschland sind und die Flughäfen zeitweise geschlossen wurden.
In den sozialen Medien lässt die Moderatorin ihre Community an dem teilhaben, was sie selbst als Familien-Ausnahmezustand erlebt: ein Kind im Krisengebiet, eine riskante Reise des Vaters und der Versuch, irgendwie Ruhe zu bewahren.
Rocco befindet sich aktuell in Dubai, weil er dort zur Schule geht. Doch die Situation vor Ort ist längst nicht mehr so, wie man es vom sonst so glänzenden Emirat kennt: Explosionen in der Nacht, ein unsicherer Luftraum, gesperrte Verbindungen. Und mitten darin ein Teenager, der seiner Mutter berichten muss, was er hört und fühlt.
In einem von Verona Pooth geteilten Video meldet sich Rocco gemeinsam mit Louisa (23), der Freundin seines älteren Bruders Diego, zu Wort. Die beiden versuchen, Normalität zu zeigen – zumindest so gut es eben geht. Louisa sagt beruhigend:
„Uns geht’s gut. Wir haben gerade gefrühstückt und die Explosionen werden auch immer weniger.“
„Uns geht’s gut. Wir haben gerade gefrühstückt und die Explosionen werden auch immer weniger.“
Rocco ergänzt, dass er die letzte Explosion nachts um drei Uhr gehört habe. Es sind Sätze, die nüchtern klingen – aber zwischen den Zeilen deutlich machen, wie nah das Geschehen herangerückt ist.
Die beiden halten sich offenbar mit kleinen Routinen über Wasser. Spielen gehört dazu, auch wenn Louisa inzwischen lachend zugibt, dass sie „keinen Bock mehr auf Uno“ haben, weil sie so viel gespielt haben. Gerade diese Mischung aus Humor und Durchhalten zeigt, wie sehr sie versuchen, die Anspannung nicht die Oberhand gewinnen zu lassen.
Für Verona Pooth ist das alles trotzdem kaum auszuhalten. In ihrer Instagram-Story beschreibt sie, wie belastend die Distanz gerade ist: „Das ist nicht so einfach. Rocco ist ganz allein in Dubai.“ Dazu kommt, dass sie ihren Sohn seit Wochen nicht gesehen hat – beruflich war sie in Thailand, anschließend musste sie nach Düsseldorf zu einem Gerichtstermin. Während Rocco die Explosionen hört, sitzt seine Mutter in Deutschland und kann nur warten, hoffen und organisieren.
Umso dankbarer ist Verona für Louisa, die bei Rocco geblieben ist und ihn begleitet. Sie lobt sie öffentlich als große Stütze, betont, wie liebevoll sie sich um ihn kümmert, und macht klar: Ohne diese Unterstützung wäre die Lage für sie als Mutter noch schwerer auszuhalten. Dass sie Louisa sogar die Penthouse-Wohnung überlassen hat, zeigt, wie sehr in dieser Situation jeder Schritt auf Sicherheit und Nähe ausgerichtet ist.
Parallel läuft die Rettungsaktion – und die ist alles andere als simpel. Denn Vater Franjo Pooth versucht, zu Rocco zu gelangen, aber auch seine Route wird zur Geduldsprobe. Verona schildert, dass ein Plan nicht aufging:
„Die Route, die er sich vorgenommen hat, hat nicht funktioniert. Er ist jetzt in Istanbul, hängt dort fest und hat in einer Box geschlafen, um den Flieger nach Oman nicht zu verpassen.“
„Die Route, die er sich vorgenommen hat, hat nicht funktioniert. Er ist jetzt in Istanbul, hängt dort fest und hat in einer Box geschlafen, um den Flieger nach Oman nicht zu verpassen.“
Allein dieses Detail macht deutlich, wie improvisiert und angespannt die Lage ist: kein normaler Familien-Trip, sondern ein Wettlauf gegen Zeit, Unsicherheit und geschlossene Verkehrswege.
Im RTL-Interview beschreibt Verona Pooth, was sie aus Dubai hört – und warum sie so in Panik gerät: „Sie erzählen davon, dass die Scheiben vibrieren, dass sie die Einschläge hören. Das ist sehr beängstigend.“ Für eine Mutter ist das die Horrorvorstellung: Das eigene Kind berichtet nicht über Mathe oder Freunde, sondern über Druckwellen und Einschläge.
Sie fasst das Gefühl, das viele Eltern in ähnlichen Ausnahmesituationen kennen, in einem Satz zusammen: „Das ist für uns alle eine ganz schlimme Situation.” Denn selbst wenn Rocco nicht völlig allein ist, bleibt das Grundproblem: Er ist nicht bei seinen Eltern, und niemand kann garantieren, wie sich die Lage innerhalb weniger Stunden verändert.
Der Plan: Franjo will sich – sobald es wieder möglich ist – weiter Richtung Region bewegen, um letztlich nach Dubai zu kommen und Rocco sowie Louisa dort abzuholen. Erst danach soll es, wenn der Luftraum es zulässt, gemeinsam zurück nach Deutschland gehen. Bis dahin hängt alles an funktionierenden Verbindungen, sicheren Wegen und dem Glück, dass sich die Situation nicht weiter verschärft.
Verona Pooth bleibt in dieser Phase vor allem eines: eine Mutter, die versucht, Kontrolle zurückzugewinnen, wo es eigentlich keine echte Kontrolle gibt. Sie teilt Updates, bedankt sich bei Helfern, hält Kontakt – und klammert sich an die Hoffnung, dass diese Rettungsaktion am Ende genau das erreicht, was gerade das Einzige ist, das zählt: Rocco wieder sicher in die Arme schließen zu können.