Die Welt wurde still. Die Geräusche der Vögel, des Wassers, des Windes – alles verschwand, ersetzt durch ein Tosen in Zainabs Ohren. Sie taumelte zurück, ihr Stock schlug gegen eine Wurzel, beinahe hätte sie sich ausgereckt.
“Er ist ein Lügner”, flüsterte Aminah. “Frag ihn nach dem ‘Großen Feuer des Ostens’. Frag ihn, warum er sein Gesicht in der Stadt nicht zeigen kann.”
Zainab floh. Sie benutzte nicht ihren Stock; sie rannte auf Instinkt und Agonie, ihre Füße fanden den Pfad zurück zur Hütte durch reine Verzweiflung. Sie saß in der Dunkelheit für Stunden, die kalte Erde sickerte in ihre Knochen.
Als Yusha zurückkehrte, fühlte die Luft anders. Der Holzrauchgeruch von ihm roch jetzt wie brennende Täuschung.
“Zainab?” fragte er, spürend den Wechsel. Er stellte ein kleines Päckchen auf den Tisch – Brot, vielleicht, oder ein Stück Käse. “Was ist passiert?”
“Warst du immer ein Bettler, Yusha?” fragte sie. Ihre Stimme war hohl, ein Rohr, das im Wind brach.
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