Der Tod von Alice und Ellen Kessler hat viele Menschen tief getroffen. Am Montag (17. November) starben die beiden legendären Entertainerinnen gemeinsam in der Nähe von München. Dass ihr Besuch im Circus Roncalli wenige Wochen zuvor ihr letzter öffentlicher Auftritt sein würde, ahnte damals niemand.
Noch am 24. Oktober zeigten sich die beiden Ikonen gut gelaunt und elegant gekleidet im Münchner Werksviertel. Dort feierte das neue Roncalli-Programm „ARTistART“ Premiere. Die Kessler-Zwillinge posierten gemeinsam mit Moderatorin Carolin Reiber am Rand der Manege – wie immer perfekt gestylt, farblich abgestimmt und charmant lächelnd in die Kameras. Für viele Fans war dieser Abend eine Erinnerung daran, wie sehr die beiden das Showgeschäft geprägt haben.
Erst im Nachhinein bekommt eine Beobachtung von Promi-Kollegin Uschi Ackermann eine besondere Bedeutung. Auch sie war bei der Premiere zu Gast und erinnert sich nun an die Zwillinge: „Ich fand sie ruhiger als sonst und etwas zurückhaltender“, erzählt sie der „Abendzeitung München“. Dieser Moment blieb ihr im Gedächtnis, denn, wie sie weiter sagt: „Vielleicht geht es ihnen nicht gut, dachte ich mir noch.“
Ihre Worte wirken heute fast wie ein stiller Hinweis darauf, dass Alice und Ellen sich bereits innerlich zurückgezogen hatten – vielleicht in Vorbereitung auf eine gemeinsame Entscheidung, von der die Öffentlichkeit erst später erfahren sollte.
In den letzten Jahren hatten sich die Schwestern weitgehend aus der Öffentlichkeit verabschiedet und lebten zurückgezogen in Grünwald südlich von München. Ihre enge Verbundenheit war stets ihr Markenzeichen – nicht nur auf der Bühne, sondern auch privat. Bereits vor drei Jahren beschlossen sie daher, auch nach dem Tod beieinander zu bleiben: Sie wollten in einer gemeinsamen Urne beigesetzt werden.
Der letzte öffentliche Auftritt der Kessler-Zwillinge erscheint aus heutiger Sicht wie eine elegante, aber leise Verbeugung vor einem bewegten Leben. Ihr Tod berührt viele Menschen – nicht nur, weil zwei große Persönlichkeiten gegangen sind, sondern auch, weil sie auf so innige Weise miteinander verbunden waren.
Wir berichteten über die überraschende Todesnachricht der Promi-Zwillinge: