Mateo ballte die Fäuste, trat an das riesige schmiedeeiserne Tor heran und drückte auf die Gegensprechanlage.
Zu seiner Überraschung antwortete eine Frauenstimme, sanft, aber bestimmt.
„Ich heiße Mateo.
Ich verkaufe Holzhandwerk, das mein Papa und ich machen.
Ich muss Geld sammeln, weil er im Sterben liegt …“, sagte der Junge mit gebrochener Stimme.
Es folgte ein langes Schweigen.
Dann fragte die Frau: „Hast du diese Stücke gemacht?“
„Ja, mein Papa hat mir alles beigebracht“, antwortete der Junge.
Die schwere Metalltür klickte und öffnete sich.
Mateo trat schüchtern ein.
Der Garten war größer als seine ganze Straße.
Als er an der Haustür ankam, empfing ihn Catalina, eine elegante Frau mit einem zutiefst traurigen Blick.
Sie bat ihn in die riesige Eingangshalle aus weißem Marmor.
Während Mateo seine Holzfiguren hervorholte, wanderten seine Augen zu der Wand neben der Haupttreppe.
Dort hing ein großes Ölgemälde, das sanft beleuchtet war.
Mateos Herz blieb für einen Moment vollkommen stehen.
Die Stofftasche rutschte von seiner Schulter, und seine Holzstücke rollten über den glänzenden Boden.
Er hob einen zitternden Finger in Richtung des Gemäldes und schrie: „Das ist mein Papa!“
Catalina wurde blass.
Ihr Gesicht zeigte eine Mischung aus Entsetzen und Verwirrung.
„Dieser Mann ist vor zwölf Jahren gestorben“, sagte sie mit brüchiger Stimme.
„Nein!
Mein Papa lebt!