„Finde dich damit ab, ich habe jetzt zwei Familien!“ sagte mein Mann stolz.

Man hörte den Kühlschrank und den tropfenden Wasserhahn.

Ich setzte mich.

Legte die Hände auf den Tisch.

Ruhig.

Ich ging zum Fenster.

Der Hof war dunkel.

Leer.

Ich stand da und atmete.

Ruhig.

Zum ersten Mal seit drei Jahren – ruhig.

Ich rief Kirill an.

„Wechselst du morgen die Schlösser?“

„Um neun bin ich da, Mama.“

Am Morgen ging alles schnell.

Um acht kam Kirill mit dem Schlüsseldienst.

Die Schlösser wurden in vierzig Minuten gewechselt.

Um halb zehn war ich im Büro.

Ich führte die Gesellschafterversammlung durch.

Ein Teilnehmer – ich.

Um zehn rief ich bei der Bank an.

Ich ließ seine Karte sperren.

Um elf reichte ich die Scheidung ein.

Die Autoschlüssel warf Artur nachts in den Briefkasten.

Am Mittag rief Zhanna an.

„Nelli, können wir sprechen?“

„Sprechen Sie.“

„Artur hat mir eine Wohnung versprochen.

Er sagte, sein Geschäft bringt eine Million im Monat.“

„Ein Standort, Zhanna.

Sechsundsiebzigtausend im Monat.

Die Wohnung bekommen Sie vielleicht in zwanzig Jahren.“

Stille.

„Drei Jahre hat er mich belogen.“

„Wie mich auch.“

Sie legte auf.

Zwei Stunden später schrieb Artur: „Zhanna hat mich verlassen.

Bist du zufrieden?“

Ich antwortete nicht.

Am Abend stand er vor der Tür.

Der Schlüssel passte nicht.

Ich saß in der Küche und trank Tee.

„Morgen“, sagte ich.

„Von zehn bis zwölf.

Hol deine Sachen.“

Zwei Monate später.

Artur lebt bei seiner Mutter.

Fährt Bus.

Das Auto gehört mir.

Das Geschäft läuft.

Ich habe zwei Arbeiter eingestellt.

Der Umsatz ist gestiegen.

Zhanna ist gegangen.

Artur hat geklagt.

Aber die Dokumente sprechen für sich.

Vierzehn Jahre lang habe ich „Knöpfe gedrückt“.

Es stellte sich heraus – genau diese Knöpfe sind das Wichtigste.

Vielleicht bin ich zu weit gegangen.

Vielleicht hätte man reden können.

Vielleicht friedlich trennen.

Aber er stand in meiner Küche und sagte: „Finde dich damit ab.“

Er brachte eine fremde Frau in meine Wohnung.

Gab mein Geld für eine andere aus.

Achtzehn Jahre habe ich ausgehalten.

Vierzehn Jahre habe ich kostenlos gearbeitet.

Reicht das?

Oder hätte ich noch länger warten sollen?

 

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