Der DDR-Salat, der mein Zuhause erobert hat – einfach, günstig und unglaublich lecker

Der DDR-Salat, der mein Zuhause erobert hat – einfach, günstig und unglaublich lecker

Der DDR-Salat, der mein Zuhause erobert hat – einfach, günstig und unglaublich lecker

Der DDR-Salat, der mein Zuhause erobert hat – einfach, günstig und unglaublich lecker

Ich muss zugeben: Es gibt nur sehr wenige Rezepte, die mich so sehr in meine eigene Kindheit zurückversetzen wie dieser einfache DDR-Salat, den ich heute mit dir teilen möchte. Und wenn ich „einfach“ sage, dann meine ich wirklich einfach. So einfach, dass man sich fast wundert, warum er so unglaublich gut schmeckt. Aber genau das liebe ich an diesen alten DDR-Gerichten: Sie brauchen keine exotischen Zutaten, keinen großen Aufwand, keine ausgefallenen Techniken – sondern einfach nur das, was man früher im Haus hatte. Und trotzdem kam etwas dabei heraus, das satt, glücklich und zufrieden gemacht hat.

Ich habe diesen Salat in den letzten Wochen tatsächlich zweimal in einer einzigen Woche gemacht. Und das sagt viel aus, denn ich koche sehr selten zweimal dasselbe in so kurzer Zeit. Normalerweise probiere ich dauernd neue Rezepte aus, experimentiere, variiere, kombiniere – aber bei diesem Salat war es anders. Er ist so unkompliziert, so herrlich frisch und gleichzeitig so wunderbar nahrhaft, dass wir alle Lust darauf hatten. Selbst mein Mann, der sonst eher der Typ ist: „Etwas Warmes muss auf den Tisch“, hat gesagt: „Machst du den nochmal?“

Und weißt du, was mich dabei wirklich berührt hat? Bei jedem Löffel habe ich so viele Geschichten aus früheren Zeiten im Kopf. Geschichten von meiner Mutter, meiner Oma, von Feiern im Garten, von Schulanfängen, von Familiennachmittagen an langen Holztischen, von Sommern, in denen die Sonne sich so warm und golden anfühlte, dass man dachte, sie würde nie wieder verschwinden. Ich erinnere mich an alte Emaille-Schüsseln, an gelbe Plastiklöffel und den Geruch frischer Paprika, der durch die Küche zog. Und immer, wirklich immer, stand irgendwo eine Schüssel Salat – dieser typische DDR-Krautsalat, Nudelsalat, Gurkensalat oder irgendeine kreative Mischung aus dem, was gerade verfügbar war.

Denn eines darf man nicht vergessen: In der DDR war Kochen nicht nur Kochen, es war Improvisation. Jeden Tag. Man musste aus „wenig“ etwas machen, aus dem Vorhandenen etwas zaubern, das trotzdem schmeckt. Und genau deshalb sind viele dieser Rezepte so bodenständig, so ehrlich, so menschlich. Es steckt kein Überfluss darin, sondern Liebe, Erfindungsgeist und ein Stück Alltag, das viele heute vergessen haben.

Als ich also diesen Salat neulich wieder gemacht habe, war das für mich nicht nur eine Mahlzeit – es war eine kleine Zeitreise. Und genau diese Zeitreise möchte ich dir mit meiner Erzählung schenken. Vielleicht fühlst du dich beim Lesen an deine eigene Kindheit erinnert, vielleicht entdeckst du etwas Neues, oder vielleicht bekommst du einfach Lust, dir eine große Schüssel zu machen und sie mit deiner Familie zu teilen.

Ich beginne also ganz von vorne, genau so, wie ich es in meiner Küche mache. Ohne Stress, ohne Perfektion, ohne irgendwelche wissenschaftlichen Erklärungen, sondern einfach so, wie eine normale Hausfrau es tun würde, die zwischen Wäsche, Einkaufsliste, Telefonaten und Abendessen schnell noch einen Salat macht – und zwar einen, bei dem jeder am Tisch sagt: „Der schmeckt richtig gut!“

Die Zutaten wirken unscheinbar. Ein bisschen Gurke, ein halber Apfel, ein paar Nudeln, etwas Mais, ein Löffel Essig, ein Klecks Schmand, eine winzige Menge Senf, ein paar Scheibchen gekochter Schinken, eine halbe Paprika, etwas Öl, eine kleine Zwiebel – Dinge, die fast jeder im Kühlschrank hat. Und vielleicht ist genau das das Geheimnis. Es ist nicht dieses „Ich muss dafür extra einkaufen gehen“, sondern dieses „Ich habe eh alles da, ich mach es einfach“.

Als ich die Zutaten das erste Mal zusammengesucht habe, dachte ich mir: „Eigentlich ist das nichts Besonderes.“ Aber gerade das macht es so besonders. Dieser Salat erinnert daran, dass gute Küche nicht protzen muss. Dass es nicht Sterne braucht, um etwas Köstliches auf den Tisch zu bringen. Dass manchmal die einfachsten Dinge die besten sind.

Ich fing an, die Nudeln zu kochen. Ich liebe diesen Moment, wenn das Wasser zu kochen beginnt und der Dampf nach oben steigt. Es ist ein Geräusch, das mich sofort entspannt. Denn Nudeln kochen – das kann wirklich jeder. Und während die Nudeln vor sich hinblubbern, hat man genug Zeit, um den Rest vorzubereiten. Genau das ist so praktisch. Kein Stress, kein Zeitdruck. Einfach alles im eigenen Rhythmus.

Der Apfel war der erste, den ich geschnippelt habe. Ich nehme immer einen leicht säuerlichen Apfel, weil das dem Salat eine herrliche Frische gibt. Während ich ihn kleinschneide, denke ich oft daran, wie meine Oma immer sagte: „Schneid den Apfel fein, Kind! Der soll im Salat verschwinden und doch schmeckt man ihn.“ Und sie hatte recht. Es ist ein Aroma im Hintergrund, das alles abrundet.

Dann kam die Zwiebel. Manche mögen sie nicht roh im Salat, aber ich finde, sie gehört einfach dazu. Sie bringt diesen kleinen Biss, dieses Aroma, das den Salat lebendig macht. Natürlich hacke ich sie so fein wie möglich – denn niemand möchte auf ein riesiges Stück rohe Zwiebel beißen. Die Kunst ist, dass man sie schmeckt, aber nicht sieht.

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