Achtzehn Jahre stand ich an der Seite dieses Mannes.
Ich kochte, wusch, zählte sein Geld, zahlte seine Steuern, führte seine Buchhaltung.
Vierzehn Jahre – ohne Gehalt.
Weil „wir sind doch eine Familie, Nelli, welches Gehalt unter uns“.
Ich stellte den Teller auf den Tisch.
Langsam.
Damit er nicht zerbrach.
„Macht euch bekannt“, winkte Artur mit der Hand.
„Nelli, Zhanna.
Zhanna, Nelli.“
Zhanna lächelte.
Nervös, aber herausfordernd.
Solche Lächeln hatte ich oft gesehen – am Tresen, in der Schlange, beim Finanzamt.
Das Lächeln eines Menschen, der sich seines Rechts nicht sicher ist, aber beschlossen hat zu bluffen.
„Guten Tag“, sagte sie.
Ich antwortete nicht.
Ich sah Artur an.
„Meinst du das ernst?“
„Absolut“, er setzte sich an den Tisch.
Schob meinen Teller zu sich.
Nahm die Gabel.
„Zhanna, setz dich.
Nelli kocht gut.“
Zhanna setzte sich nicht.