
Mir gehört dieses Haus, mein Sohn, und du hast gerade gegen die Moralvorstellungen verstoßen.
Als Camilla die Worte „FBI“ und „Jugendlicher“ hörte, ließ sie Max’ Arm los, als würde er brennen. „Das gehört dir nicht?“, fragte sie entsetzt. „Und das Geld?“ „Alles Schulden, mein Lieber“, sagte Isabella, die tadellos gekleidet hinter ihrem Vater auftauchte. „Sogar die Kette, die du trägst, ist gestohlen. Nimm sie ab. Sofort.“
Es herrschte Chaos. Camilla riss sich die Kette vom Hals, warf sie auf den Tisch und rannte hinaus, wobei sie schrie, auch sie sei ein Opfer. Max versuchte zu verhandeln und stammelte Ausreden, doch der Sheriff begann, seine Möbel im Regen auf den Rasen zu tragen.
Der Stress der Konfrontation forderte seinen Tribut. Isabella verspürte heftige Bauchschmerzen und musste umgehend ins Krankenhaus gebracht werden. Die Ärzte warnten, dass der extreme Stress die Schwangerschaft gefährdete. Während Isabella im Krankenhausbett um die Gesundheit ihres Babys kämpfte, versuchte Max verzweifelt, die Medienberichterstattung zu kontrollieren und sich als Opfer einer Familienverschwörung darzustellen. Doch er ahnte nicht, dass Rosa, die Haushälterin, seine privaten Gespräche seit Monaten aufgezeichnet hatte – darunter auch den genauen Moment, als er Isabellas Demütigung plante, um sein öffentliches Ansehen vor einem gescheiterten Börsengang zu steigern.
Teil 3: Das Vermächtnis der Wahrheit
Vom Krankenbett aus verfolgte Isabella mit an, wie Max’ Lügenimperium in Echtzeit zusammenbrach. Rosas Aufnahme gelangte an die Presse. Darin war deutlich zu hören, wie Max zu Camilla sagte: „Ich werde sie öffentlich demütigen, damit sie instabil wirkt; so wird ihr niemand glauben, wenn die Firma pleitegeht. Sie ist der perfekte Sündenbock.“ Die öffentliche Meinung kippte schlagartig. Max wurde vom „zu Unrecht beschuldigten Tycoon“ zum „Monster der Gala“.
Von den FBIs in die Enge getrieben und obdachlos, unternahm Max einen letzten verzweifelten Versuch. Sein Anwalt kontaktierte Isabella und bot ihr einen Deal an: Er würde einer kampflosen Scheidung zustimmen und zwei Millionen Dollar zahlen (die er zwar nicht besaß, aber zu beschaffen versprach), im Gegenzug würde sie die Betrugsanzeige fallen lassen und eine gemeinsame Erklärung zur „einvernehmlichen Versöhnung“ abgeben, um seinen Ruf zu retten.
Isabella, die sich inzwischen erholt hatte und deren Schwangerschaft außer Gefahr war, traf ihn im Konferenzraum des Bundesgefängnisses, in dem Max wegen Fluchtgefahr inhaftiert war. Daniel Reeves, ein brillanter junger Anwalt, den Arthur engagiert hatte (und zu dem Isabella eine zunehmende Verbindung spürte), saß neben ihr.
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